Ehrenringträger der Marktgemeinde Bockfließ
Dir. OSR Alfred Esberger †
Dkfm. Johann Ulrich Goess †
GR Johann Leubolt †
Franz Glöckler
Karl Hirschvogl
GR Stanislav Sobanski †
Karl Berndonner
Altbgm. Ferdinand Zartl
Johann Reil
Dr. Hans-Peter Pölzlbauer
Hermann Vogt
Ing. Karl Wannemacher †
Herbert Wannemacher
Alois Greilinger †
Ing. Albert Wannemacher
Ehrenbürger der Marktgemeinde Bockfließ
KR Andreas Wonofsky †
VD OSR Josef Gschwindl †
Landeshauptmann Siegfried Ludwig †
Altbürgermeister Dir. OSR Alfred Esberger †
Urkunde OSR Alfred Esberger
GR Johann Leubolt †
GR Stanislaw Sobanski †
Landeshauptmann Johann Mayer

Johann Mayer (* 28. Februar 1858; † 12. Oktober 1941) wurde in Deutsch-Wagram als Sohn des Wirtschaftsbesitzers Johann Mayer geboren. Er besuchte die Volks- und Handelsschule und erlernte das Müllergewerbe. 1886 wurde er zum 1. (geschäftsführenden) Gemeinderat in Großengersdorf, zum Obmann des Bezirksstraßenausschusses Wolkersdorf und zum Mitglied des Bezirksschulrates Korneuburg gewählt. Im Jahre 1897 wurde er in den Reichsrat gewählt, dem er bis zum Jahre 1918 angehörte. Als Landtagsabgeordneter war er von 1890 bis 1908, als Landeshauptmann-Stellvertreter von 1918 bis 1920 und als Landeshauptmann von 1921 bis 1922 tätig. Dabei war er auch einer der Verhandler beim sogenannten "Trennungsgesetz", mit dem Trennung von Niederösterreich und Wien vollzogen wurde. Er spielte eine große Rolle in den Trennungsverhandlungen Niederösterreichs von Wien.
Mayer hatte großen Einfluss auf die Errichtung der Eisenbahnlinien Gänserndorf-Mistelbach, Korneuburg-Mistelbach, Auersthal-Dobermannsdorf, Mistelbach-Hohenau, und Leopoldsdorf-Orth-Engelhartstetten und hatte selbst Anteil an der Errichtung der elektrischen Bahn St. Pölten-Mariazell.
Er engagierte sich besonders für das landwirtschaftliche Schulwesen. Die Errichtung der Lehranstalten Obersiebenbrunn, Bruck an der Leitha, Pyrha und Retz ist auf seine Initiative zurückzuführen. Weiters initiierte er das Landesarmengesetz, errichtete eine Reihe von Bezirksarmenhäusern sowie die Erziehungsanstalt Eggenburg.
Im Jahre 1922 zog sich Mayer allmählich vom politischen Leben auf seinen Besitz in Bockfließ zurück. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Bockfließ links neben dem Hauptweg.